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RECONSTRUCTED REALITIES

Das Projekt "Reconstructed Realities" lädt Studierende dazu ein, architektonische Formen im Stil des Dekonstruktivismus neu zu denken. Dabei wählen sie ein bestehendes Gebäude, fotografieren es aus verschiedenen Perspektiven, zerlegen die Bilder in Einzelteile und entwickeln daraus ein fragmentiertes, dynamisches Architekturmodell. Mit experimentellem Einsatz von Licht, Materialien und Raumgestaltung entstehen kreative Skulpturen, die Bewegung, Unregelmäßigkeit und Spannung vermitteln. Zudem kommen KI-Anwendungen zum Einsatz: Sie unterstützen die fotorealistische Darstellung des analogen Modells und helfen dabei, die Umsetzbarkeit des Entwurfs in der Realität zu überprüfen. Ziel ist es, Grenzen der klassischen Architektur zu überschreiten und neue, expressive Raumkonzepte zu erarbeiten.

Sfera di competenza
Architekturtheorie
Architekturgeschichte
(Architektur)modell
(Architektur)fotografie
Baustil
Bauteile und Bauformen
Digitale Technologien
Innenarchitektur
Grossstadt
Öffentlicher Raum
Stadt
Stadtentwicklung
Beton
Glas
Handwerk
Holz
Kunststoffe
Metalle
Lernwelten
Diversität
Materia scolastica
Educazione figurativa, attività manuali (tessili o artigianali)
Cultura della costruzione
Educazione allo sviluppo sostenibile
Durata
Lezioni separate
Serie
Assistenza
Senza esperto/a
Lingue
Tedesco
Cantone
Tutta la Svizzera
Regione e città
Tutta la Svizzera
Obiettivi

Die Lernziele des Moduls "Reconstructed Realities" umfassen:

  1. Verständnis für den Dekonstruktivismus: Die Studierenden sollen die Grundprinzipien und Merkmale dieser Architekturströmung verstehen, insbesondere die Förderung von Fragmentierung, Bewegung und Dynamik in architektonischen Formen 
  2. Entwicklung kreativer Gestaltungskompetenz: Durch die Zerlegung und Neuzusammenstellung bestehender Gebäude entwickeln die Studierenden Fähigkeiten im künstlerischen und architektonischen Entwurf, wobei sie experimentelle Techniken wie Fragmentierung, Überlagerung und Asymmetrie anwenden 
  3. Einsatz digitaler Technologien und KI: Die Studierenden sollen Kompetenz im Umgang mit KI-gestützten Rendering-Tools erwerben, um fotorealistische Visualisierungen ihrer Modelle zu erstellen und die Realisierbarkeit ihrer Entwürfe zu prüfen 
  4. Förderung des kritischen Denkens: Das Modul zielt darauf ab, die Fähigkeit der Studierenden zu stärken, bestehende Gebäude zu analysieren, architektonische Strukturen bewusst zu zerlegen und innovative Gestaltungsideen zu entwickeln, die traditionelle Bauweisen hinterfragen 
  5. Reflexion über Raumwirkung und Atmosphäre: Durch die gezielte Verwendung von Licht und Material gewinnen die Studierenden ein Bewusstsein für die Gestaltung atmosphärischer Raumwirkungen in Modellen und deren fotorealistischer Präsentation 
  6. Praktische Modellbaukompetenz: Die Studierenden sollen saubere, stabile und präzise physische Modelle im gewünschten Maßstab erstellen, die die fragmentierte, dynamische Gestaltung sichtbar machen 
  7. Kommunikation der Entwurfsprozesse: Die Fähigkeit, den eigenen kreativen Prozess mittels Skizzen, Fotos und Reflexionen auf verständliche Weise zu dokumentieren und zu präsentieren, wird gefördert 

Diese Ziele unterstützen die Studierenden darin, innovative, expressive gestaltete Architekturkonzepte zu entwickeln, die sowohl künstlerisch als auch realisierbar sind.

Contenuti

Die zentralen Inhalte des Moduls "Reconstructed Realities" umfassen:

  1. Einführung in den Dekonstruktivismus: Verständnis der stilistischen Merkmale, Entstehungsgeschichte und berühmten Vertreter dieser Architekturbewegung, inklusive ihrer zersplitterten, asymmetrischen und dynamischen Gestaltungsprinzipien , , , .
  2. Künstlerische Fragmentierung: Das Zerlegen und Neu-Zusammensetzen von Gebäuden, um vielfältige, unkonventionelle Architekturmodelle zu schaffen, die Bewegung, Spannung und Abstraktion ausdrücken 
  3. Analyse und Fotografie bestehender Gebäude: Auswahl, fotografische Dokumentation und Zerlegung eines realen Gebäudes aus verschiedenen Perspektiven, um Ausgangsmaterial für das Modell zu erhalten
  4. Prozess der Neuzusammenstellung: Experimentelles Zusammenfügen der zerlegten Gebäudeteile, um eine neue, dynamische Gesamtform zu entwickeln, unter Einbeziehung von Überlagerungen, Schrägen, Brüchen und Asymmetrien .
  5. Modellbau: Erstellung physischer Architekturenmodelle im Maßstab 1:50 oder 1:20, die den dekonstruktivistischen Ansatz sichtbar und erfahrbar machen , .
  6. Licht, Material und Raumwirkung: Einsatz von Lichtsetzung und Materialwahl, um Atmosphäre, Stimmung und räumliche Eindrücke in Modellen und fotorealistischen Renderings hervorzuheben 
  7. Digitales Rendering und KI-gestützte Visualisierung: Nutzung moderner Technologien, um fotorealistische Darstellungen der Modelle zu erzeugen und die Gestaltungsideen zu veranschaulichen 
  8. Kritische Reflexion und Präsentation: Dokumentation des eigenen Entwurfsprozesses, Entwicklung und Diskussion der konzeptuellen Hintergründe sowie Präsentation der Ergebnisse, einschließlich Fotos, Skizzen und Reflexionen 

Diese Inhalte vermitteln den Studierenden sowohl theoretisches Wissen als auch praktische Fähigkeiten, um innovative Architekturen im Stil des Dekonstruktivismus zu entwickeln und wirkungsvoll zu präsentieren.

Procedura

Das Vorgehen im Modul „Reconstructed Realities“ lässt sich in mehrere systematische Schritte unterteilen:

1. Begriffsklärung und Analyse:

  • Verstehen des Begriffs „Fragmentierung“ und des dekonstruktivistischen Architekturstils.
  • Recherche und Fotografie eines bestehenden Gebäudes aus mindestens fünf Perspektiven, um Details zu erfassen 

2. Fotografische Zerlegung:

  • Ausschnitt der Fotos in einzelne, interessante Elemente.
  • Analyse, welche Teile für eine neue Komposition spannend sind

3. Neuzusammenstellung:

  • Experimentelles Zusammenfügen der zerlegten Gebäudeteile zu einer dynamischen, zersplitterten Gesamtform.
  • Einsatz von Überlagerungen, Schrägen, Brüchen und Asymmetrien, um Bewegung und Spannung zu erzeugen

4. Modellentwicklung:

  • Übertragung der digitalen Collage/Idee in ein physisches Architekturmodell, z.B. aus Pappe, Papier, Karton oder Holz.
  • Das Modell soll die Fragmentierung und Dynamik sichtbar machen

5. Lichtgestaltung:

  • Analyse, wo im Modell Licht besondere Akzente setzen kann; Überlegungen zu Material und Beleuchtung.
  • Einsatz von Lichtquellen (z.B. LEDs), um Atmosphäre und Raumwirkung zu verstärken

6. Fotografie und Präsentation:

  • Erstellung fotorealistischer Renderings im Maßstab F4 sowie Fotos des physischen Modells, um den Entstehungsprozess und die Wirkung zu dokumentieren.
  • Perspektivische Darstellung, Material- und Lichteinsatz reflektieren die intendierte Atmosphäre

7. Vertiefung/Spezialisierung:

  • Wahl einer Richtung (z.B. Produktdesign mit Leuchte oder Innenarchitektur) und Entwicklung entsprechender Entwürfe, die Licht, Material und Raumwirkung experimentell nutzen

8. Kritische Reflexion und Dokumentation:

  • Zusammenstellung aller Arbeitsschritte, Skizzen, Fotos und Entwurfsdokumentationen.
  • Reflexion der eigenen kreativen Prozesse und der erzielten Ergebnisse

Dieses strukturierte Vorgehen verbindet theoretisches Verständnis mit praktischer Umsetzung, kreatives Experimentieren mit technische Präzision und reflektierende Präsentation.

Requisiti

Die Voraussetzungen für das erfolgreiche Arbeiten im Modul „Reconstructed Realities“ sind:

Grundlegendes Verständnis des Dekonstruktivismus:

  • Kenntnis der Prinzipien, wie Fragmentierung, Zersplitterung und Bewegung in der Architektur , .

Fotografische Kompetenzen:

  • Fähigkeit, Gebäude aus verschiedenen Perspektiven zu fotografieren und Details zu analysieren , .

Kreativität und experimentelles Arbeiten:

  • Bereitschaft, mit ungewöhnlichen Formen, Überlagerungen, Brüchen und Asymmetrien zu experimentieren, um dynamische und zersplitterte Kompositionen zu entwickeln .

Modellbautechniken:

  • Erfahrung im Umgang mit Materialien wie Karton, Pappe, Holz, Folien usw., sowie präzises und stabiles Arbeiten am physischen Modell , .

Licht- und Materialverständnis:

  • Kenntnisse im Einsatz von Lichtquellen (z.B. LEDs) und Materialien zur Schaffung stimmungsvoller Atmosphäre und realistischer Raumwirkung , .

Technisches Verständnis für Rendering und Fotografie:

  • Fähigkeit, fotorealistische Renderings zu erstellen und Modelle fototechnisch inszenieren zu können .

Reflexionsfähigkeit und Dokumentation:

  • Bereitschaft, Entstehungsprozesse zu dokumentieren, zu reflektieren und in Skizzen, Fotos und Texten festzuhalten , .

Diese Voraussetzungen fördern eine kreative, präzise und reflektierte Herangehensweise an die gestellten Aufgaben und sind essenziell für die erfolgreiche Umsetzung im Rahmen des Moduls.

Materiale

Die Materialien, die im Rahmen des Moduls „Reconstructed Realities“ verwendet werden können, umfassen:

Physische Modellbaumaterialien:

  • Pappe, Karton, Papier: Für den Bau von Fragmenten und dynamischen Strukturen , .
  • Holz oder Leisten: Für robustere Strukturen und stabile Modelle.
  • Transparente Folien, Plexiglas: Für Effekte mit Lichtdurchlässigkeit und Reflexion .
  • Dünne Bleche oder Draht: Für filigrane Strukturen und Rahmengestaltungen .

Lichtquellen:

  • LED-Strips oder Spots: Zur Hervorhebung bestimmter Flächen und Atmosphäregestaltung .
  • Kleiner Strahler / LED-Lichtquellen: Für gezielte Beleuchtung im Modellraum.

Werkzeuge & Zubehör:

  • Scheren, Cutter, Schneideunterlagen für präzises Zerschneiden und Zerlegen.
  • Klebstoffe (z.B. Klebeband, Heißkleber, PVA-Leim) für stabilen Zusammenbau.
  • Skizzier- und Zeichenmaterialien (Bleistifte, Filzstifte, Marker) für Konzeption und Details.
  • Bandsäge, Kunststoff Biegegerät, Metallscheren, Heissluftföhn etc.

Materialien für das Finish:

  • Farbige Marker, Farbe, Lacke: Für Akzente und Realismus.
  • Fluoreszierende oder reflektierende Oberflächen: Für spezielle Lichteffekte .

Diese Materialien ermöglichen es, die gewünschten fragmentarischen, dynamischen und lichtspielenden Effekte in den physisch-realistischen Modellen und Installationen umzusetzen.

Stephan Primus, DE