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Die Zeitung der Zukunft

Wo es um Planen und Bauen geht, ist der Blick in die Zukunft möglich. Oft steht schon sehr lange fest, wie ein Ortsteil oder ein Bau aussehen wird, bevor in der Realität etwas davon sichtbar wird. Das machen sich die SchülerInnen als Erforschende der Zukunft zu Nutze. Es macht Spass, mehr zu wissen als die meisten Erwachsenen in der Gemeinde!

Die Einheit stammt aus dem Lehrmittel “Bauten, Städte, Landschaften

Autoren: Hansjörg Gadient, Judith Gross; Autor der Einheit: Hansjörg Gadient; Kurzfassung: Anouk Urben

Lernziele
  • Die SchülerInnen wissen, dass Planungs- und Bauprozesse von langer Hand vorbereitet werden und viele Akteure daran beteiligt sind.
  • Sie haben sich ein Bild über künftige Entwicklungen gemacht und haben ein Bewusstsein dafür, dass sie selbst auf solche Entwicklungen Einfluss nehmen können.
  • Sie haben im Verlauf der Arbeit verschiedenste Berufsleute in den Sparten Planung und Bau kennengelernt.
Inhalte

Input:
Als Einstieg sollen sich die SchülerInnen die Frage überlegen: was ist Raumplanung? In Kleingruppen diskutieren sie ihre Definitionen. Im Anschluss kann der Film Was ist Raumplanung? gezeigt werden und im Plenum diskutiert werden.

Erarbeitung:
Die Lehrperson lädt eine Fachperson der Baubehörde, eine Architektin oder einen Planer ein, der etwas über die Planungsabläufe, die wichtigsten Planungsinstrumente und einen Bauablauf erzählen kann. Bei der Gemeinde bringen die SchülerInnen in Erfahrung, auf welchen Gebieten es laufende Planungen gibt und recherchieren deren Ziele und Inhalte. Sie studieren den Zonenplan und recherchieren, wo es in der Gemeinde gängige Baugesuche gibt. Sie erfragen bei den zuständigen Bauherren oder Architektinnen Pläne und Informationen. Das müssen nicht nur Hochbauten sein, es können zum Beispiel auch Aufforstungen sein, Gewässer-Renaturierungen oder Infrastrukturprojekte wie der Bau einer neuen Strasse.

Basierend auf diesen gesammelten Informationen gestalten die SchülerInnen die “Zeitung der Zukunft”. Mit Hilfe der Lehrperson wird das Konzept für die Zeitung entwickelt: Wie soll sie heissen? Wie viele Seiten soll sie haben? Über welche Themen soll berichtet werden? Wer schreibt die Artikel? Wer besorgt Bilder? Wenn die Zeitung produziert ist, wird sie vervielfältigt und an die Klasse, die Eltern oder weitere Interessierte verteilt.

Weiterführende Ideen:
Das Imitat einer echten Zeitung kann sehr weit gehen, mit fiktiven Inseraten, Kommentaren und Kolumnen usw. Reizvoll kann es auch sein, fiktive Bauprojekte darin zu zeigen, zum Beispiel die Skateranlage, die sich die Jugendlichen wünschen. Oder es wird ein fiktiver Beruf vorgestellt, den es erst in der Zukunft geben wird.

Voraussetzungen
  • Vermittelnde Fachpersonen
  • ca. 10 Lektionen, je nach Vertiefung der Recherchenarbeiten
Materialien
  • Aufnahmegerät
  • Fotoapparat für Dokumentation
  • Notizpapier
  • Computer
  • Zonenpläne
  • Drucker
Archijeunes, DE / FR / IT