Zollikerstrasse 128
8008 Zürich
Wenn die Rede auf Baukultur kommt, denken die meisten Leute gleich an eine schmucke Altstadt. Und sie sind ja auch schön, oft sorgfältig gepflegt und gut erhalten, gespickt mit historischen Baudenkmälern, kleinen Läden und Cafés. Und doch geht manchmal vergessen, dass es mitunter nicht einfach ist in den Altstädten. Das Geschäft brummt gar nicht so wie es aussieht, die Anlieferung ist mühsam und manche Wohnung ist nicht sonderlich familientauglich. Im Heimatschutzzentrum in der Villa Patumbah in Zürich erzählen in einer aktuellen Ausstellung Personen aus verschiedenen historischen Stadtkernen von Genf bis Ilanz, wie sie so leben, wirken und arbeiten in ihrer Umgebung. Dabei wird deutlich, dass die Altstadt schon ein besonderer städtebaulicher und sozialer Raum ist – jede:r Altstadtbewohner:in kann das bestätigen. Das Ausstellungsprojekt startete mit einem Aufruf des Heimatschutzzentrums vor einem Jahr, führte zu einem Workshop in der Villa Patumbah und einer gemeinsamen, partizipativen Konzeption der Ausstellung. Das Rahmenprogramm ist umfangreich und kann auf der Webseite des Heimatschutzzentrums eingesehen werden. Für Schulklassen finden ab September Workshops zum Thema «Altstadt: Viel los auf wenig Raum» statt.
------------------------------------------
Verwinkelte Gassen, schmucke Häuser und jede Menge Geschichte: Altstädte sind touristische Aushängeschilder und stiften Identität. Sie laden in historischen Szenerien zum Flanieren, Ausgehen und Konsumieren ein. Und sie bieten Wohn- und Lebensraum für ganz unterschiedliche Menschen.
In der Ausstellung erkunden Besucher:innen die Altstädte und ihre Geschichten in neun Gassen und Plätzen. Sie treffen auf Personen, die in historischen Stadtkernen leben, wirken, arbeiten oder dazu forschen. Daraus ergibt sich ein dichtes Geflecht von Stimmen, welches die Altstadt als besonderen städtebaulichen und sozialen Raum erfahrbar macht.
Entwicklung im Kollektiv
Im letzten Sommer startete das Heimatschutzzentrum einen Aufruf, in dem es Geschichten aus Schweizer Altstädten suchte. Über 40 Personen haben sich gemeldet und ein Teil davon nahm an einem Workshop in derVilla Patumbah teil. Von diesen wollte das Ausstellungsteam hören, mit welchen Fragen und Herausforderungen sie in ihren Altstädten konfrontiert sind. Gemeinsam wurden Themenfelder für die Ausstellung definiert und mögliche Umsetzungen skizziert. Diese partizipative Herangehensweise machte es möglich, diverse Sichtweisen in die Ausstellung einzubinden und sichtbar zu machen.
Von Genf bis Ilanz
Besucher:innen erfahren, wie eine umgebaute Garage in der Genfer Altstadt zum lebendigen Quartiertreffpunkt wird, weshalb sich in Bern die «grünste Gasse der Schweiz» befindet und wie verschiedene Akteur:innen versuchen, die Ilanzer Altstadt zu beleben. Die Ausstellung will die Altstadt den Besucher:innen als Wohn-, Arbeits- und Lebensraum (wieder) näherbringen und regt dazu an, über mögliche Entwicklungen nachzudenken – zum Beispiel in der «Zukunftsgasse».
Zollikerstrasse 128
8008 Zürich
https://www.heimatschutzzentrum.ch/