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Langer Tisch baukulturelle Bildung 2026 auf dem Ballenberg

Welche Gesichter hat baukulturelle Bildung? 

Dieser Frage begegnen die Besucher:innen der Ausstellung «Fenster in die Welt der baukulturellen Bildung» im Haus aus Matten auf dem Ballenberg. Porträts von Akteur:innen aus der ganzen Schweiz zeigen, wie vielfältig das Feld ist: Baukulturelle Bildung findet in Schulen, Museen, Quartieren, auf Baustellen, in Werkstätten oder im öffentlichen Raum statt. Die Formate unterscheiden sich, die thematischen Schwerpunkte ebenso; und doch verbindet sie das gemeinsame Anliegen, Menschen für ihre gebaute Umwelt zu sensibilisieren und zur aktiven Mitgestaltung zu befähigen.

Mit dieser Vielfalt als Ausgangspunkt trafen sich rund 20 Teilnehmende zum Langen Tisch Baukulturelle Bildung auf dem Ballenberg. Begrüsst von Franziska Werlen (Kuratorin Ausstellungen)  erhielten wir zunächst Einblicke in die Vermittlungsarbeit des Freilichtmuseums. Mirjam Koring (Bereichsleiterin Ausstellungen, Vermittlung und Bildung) und Jeanne Simmen (ehem. Ballenberg, jetzt Ziegelei Museum)  zeigten auf, wie breit Vermittlung am Ballenberg verstanden wird: Sie findet in Ausstellungen und auf dem Gelände ebenso statt wie in Vorführungen, Gesprächen und Mitmachangeboten. Besuchende bewegen sich zwischen Beobachten, Ausprobieren und Vertiefen. Charakteristisch ist, dass Vermittlung nicht an einzelne Rollen gebunden ist, sondern von unterschiedlichen Berufsgruppen getragen wird, die ihr Wissen unmittelbar weitergeben.

Anschliessend stellten Lea Weniger (Verantwortliche Forscherin)  und Eva Chen (Doktorandin) von der PH Schwyz den aktuellen Stand des Forschungsprojekts zur baukultureller Bildung im NFP 81 vor. Die Studie trägt dazu bei, baukulturelle Bildung in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen und zu systematisieren, indem unterschiedliche Verständnisse, Ziele, Inhalte, Methoden und Akteur:innen zusammengeführt werden. Grundlage bilden derzeit eine breit angelegte Literatur- und Dokumentenanalyse in mehreren Sprachen sowie qualitative Interviews und Feldbesuche in der ganzen Schweiz, unter anderem bei Vermittler:innen des Langen Tisches. 

Am Nachmittag erkundeten wir gemeinsam unsere Ausstellung im Haus aus Matten, die zusammen von Archijeunes (Milena Gerber, Eveline Althaus, Fiona Hager) und dem Ballenberg (Franziska Werlen) kuratiert und von einer Arbeitsgruppe (BÜROfürBAUKULTUR, drumrum Raumschule, Gabi Bernath-Hauser, LABforKids, S AM, Schweizer Heimatschutz und Ville en tête) begleitet wurde. Anschliessend wurde sie an verschiedenen Roundtables diskutiert und weitergedacht, insbesondere im Hinblick darauf, welche Inhalte und Vermittlungsansätze auch in anderen Kontexten Resonanz erzeugen und sich auf unterschiedliche Räume, Zielgruppen und Bereiche übertragen lassen.