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IdeenSet LERN – RAUM – GESTALTUNG

Das IdeenSet "LERN – RAUM – GESTALTUNG" lädt Schüler:innen dazu ein, ihre Schule als gestaltbaren Lebend- und Lernraum zu erleben. Baukulturelle Bildung wird dabei nicht nur abstrakt vermittelt, sondern im unmittelbaren schulischen Umfeld erfahrbar gemacht.

Die Unterrichtseinheiten sind in drei aufeinander aufbauenden Schwerpunkte gegliedert: Raum wahrnehmen, Raum reflektieren und Raum mitgestalten. Ausgangspunkt ist der eigene Körper als Massstab für die Raumwahrnehmung. Durch experimentelle Übungen zu Perspektive, Proportion, Bewegung und Materialität erfahren die Schüler:innen, dass Raum immer auch körperlich erlebt wird.

Darauf aufbauend entwickeln sie Visionen für eine nachhaltige Schule und formulieren konkrete Gestaltungsideen – von räumlichen Interventionen zu ihren Lernorten bis hin zu eigenen Möbeln. Analoge und digitale Werkzeuge werden dabei gleichwertig eingesetzt. Genauso sind Dokumentation, Austausch und Präsentation integraler Bestandteil des Lernens, um die Reflexionsfähigkeit, Sprachkompetenz und Selbstwirksamkeit der Schüler:innen zu fördern.

Das IdeenSet bietet klare Anleitungen für die Umsetzung im Unterricht und ermöglicht sowohl fachlich fundiertes Arbeiten wie auch kreative Offenheit. Vorbereitende Übungen und Präsentationsformate werden mit Hinweisen zu Lehrplanbezügen und zur Evaluation ergänzt. Weitere Hinweise zu Organisation, Sicherheit und Möglichkeiten der Mitwirkung von Schüler:innen unterstützen die Umsetzung im schulischen Alltag.

Herausgebende: Natacha Pinheiro, Studentin Fachdidaktikmaster TTG-Design & Lehrperson Zyklus 3
Eveline Althaus, Geschäftsführung Archijeunes Baukulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche
Stéphanie Spring, Wissenschaftliche Mitarbeiterin PHBern

Die Inhalte des IdeenSets stehen, wo nichts anderes erwähnt, unter der Creative Commons-Lizenz (CC BY-SA 4.0).

Zyklus
2. Zyklus (Alter 8 – 12 Jahre)
3. Zyklus (Alter 12 – 15 Jahre)
Sek II
Themenbereich
Architektur
(Architektur)zeichnung
(Architektur)modell
Schulbauten
Bauteile und Bauformen
Bauwerk und Struktur
Baukonstruktion
Wohnqualität
Material und Verfahren
Handwerk
Raumwahrnehmung
Baukulturelle Bildung
Lernwelten
Lernorte
Diversität
Raum
Raumorientierung
Partizipation
Demokratiebildung
Fachbereich
Bildnerisches Gestalten, Textiles und Technisches Gestalten
Kompetenz LP21
Die Schülerinnen und Schüler:
Dauer
Einzelne Lektionen
Lektionsreihen
Sonderwoche
Betreuungsempfehlung
Ohne Experten
Sprache
Deutsch
Französisch
Italienisch
Kanton
Ganze Schweiz
Region und Städte
Ganze Schweiz
Lernziele

Die Schüler:innen können...

die Wirkung von Perspektiven, Körperproportionen und Massstab auf die Raumwahrnehmung erkennen und reflektieren.

Erweiterungen für den Körper oder den Raum mit einfachen, nachhaltigen Materialien gestalten sowie mit technischen und gestalterischen Verfahren gestalten.

durch Film ihre Ideen inszenieren und dokumentieren.

ihren Schulraum mit allen Sinnen beobachten und Qualitäten sowie Herausforderungen beschreiben.

Schulräume anhand ökologischer, sozialer und ökonomischer Kriterien beurteilen.

eine Collage (digital oder analog) zur visionären Weiterentwicklung eines Schulraums gestalten.

Bildmaterial gezielt auswählen und kombinieren sowie gestalterische Mittel wie Farbe, Komposition, Atmosphäre, Perspektive und Massstab einsetzen.

ihre Gestaltungsideen präsentieren und erläutern, wie diese zu einer nachhaltigeren Schule beitragen.

aus einer Zeichnung ein räumliches Objekt entwickeln (vom Umriss zum Möbel, von 2D zu 3D).

mit verschiedenen Massstäben arbeiten und verstehen, wie man Grössen richtig vergrössert oder verkleinert.

überlegen, was für den Körper bequem ist, und dies beim Entwerfen und Bauen ihres Möbels beachten.

Karton als Baumaterial nutzen, verschiedene Verbindungen ausprobieren und ihr Möbel stabil machen.

ihren Arbeitsprozess festhalten und darüber nachdenken, mit Fotos, Skizzen, Modellen und kurzen Texten.

ihr Projekt digital oder analog präsentieren, indem sie ein A3-Poster gestalten und ihre Möbel in einer Ausstellung vorstellen.

Inhalte

Kinder und Jugendliche verbringen einen grossen Teil ihres Alltags in Schulhäusern, auf Pausenplätzen und Schulwegen. Diese Räume prägen ihr Lernen, Verhalten und Wohlbefinden – oft unbewusst. Die Sensibilität für Raumthemen wird in der Schule immer wichtiger (vgl. Schäfer & von der Beek 2013, S. 61f). Doch nicht nur beim Gestalten von Lernräumen gibt es viele Möglichkeiten – sondern auch beim Begleiten von schulischen Lernprozessen darüber. Die baukulturelle Bildung setzt hier an: Sie sensibilisiert fächerübergreifend für raumbezogene Zusammenhänge (vgl. Gaus-Hegner 2019, S.2). Sie unterstützt Kinder und Jugendliche dabei, sich der Bedeutung von gestalteten Räumen bewusst zu werden und diese im Rahmen ihrer Möglichkeiten mitzugestalten (vgl. Zenke 2020; Weniger 2025).Dazu muss man nicht weit reisen. Dieses IdeenSet zeigt konkrete Umsetzungsmöglichkeiten im eigenen Schulhaus auf.

 

Vorgehen

Die Unterrichtseinheiten sind in drei aufeinander aufbauenden Schwerpunkte gegliedert: Raum wahrnehmen, Raum reflektieren und Raum mitgestalten. Ausgangspunkt ist der eigene Körper als Massstab für die Raumwahrnehmung. Durch experimentelle Übungen zu Perspektive, Proportion, Bewegung und Materialität erfahren die Schüler:innen, dass Raum immer auch körperlich erlebt wird.

Darauf aufbauend entwickeln sie Visionen für eine nachhaltige Schule und formulieren konkrete Gestaltungsideen – von räumlichen Interventionen zu ihren Lernorten bis hin zu eigenen Möbeln. Analoge und digitale Werkzeuge werden dabei gleichwertig eingesetzt. Genauso sind Dokumentation, Austausch und Präsentation integraler Bestandteil des Lernens, um die Reflexionsfähigkeit, Sprachkompetenz und Selbstwirksamkeit der Schüler:innen zu fördern.

Das IdeenSet bietet klare Anleitungen für die Umsetzung im Unterricht und ermöglicht sowohl fachlich fundiertes Arbeiten wie auch kreative Offenheit. Vorbereitende Übungen und Präsentationsformate werden mit Hinweisen zu Lehrplanbezügen und zur Evaluation ergänzt. Weitere Hinweise zu Organisation, Sicherheit und Möglichkeiten der Mitwirkung von Schüler:innen unterstützen die Umsetzung im schulischen Alltag.

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